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TROPHÄE „DIE IDEE“ IM MUSEUM PLAGIARIUS ENTHÜLLT

Aktion Plagiarius für Aufklärungsarbeit über Produktpiraterie ausgezeichnet!

Die Bronzeskulptur "Die Idee" von Bertrand Freiesleben wurde am 10. Juli 2007 von Solingens Oberbürgermeister Franz Haug gemeinsam mit dem Präsidenten der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid, Friedhelm Sträter und Prof. Rido Busse, Initiator des Negativpreises "Plagiarius", im Museum Plagiarius in Solingen enthüllt. Die Wandertrophäe wird bis Ende April 2008 an prominenter Stelle im Museum gezeigt und danach an den Preisträger 2008 übergeben werden.

Bereits am 26. April 2007 wurde die Aktion Plagiarius im Rahmen einer Veranstaltung des BDI zum Welttag des Geistigen Eigentums von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries mit dem neu geschaffenen Preis „Die Idee“ ausgezeichnet. Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb zum Schutz Geistigen Eigentums von Microsoft. Das Motto für 2007 lautete "Aufklärung". Teilnehmen konnten alle, die engagiert, öffentlichkeitswirksam und nachhaltig über die Gefahren von Plagiaten und Fälschungen sowie die Schutzbedürftigkeit Geistigen Eigentums aufklären. Eine unabhängige Expertenjury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur hat aus einer Vielzahl von Einsendungen die Aktion Plagiarius als Preisträger gewählt. Überzeugt hat die Jury die kreative Art, mit der Nachahmer öffentlichkeitswirksam entlarvt und der komplizierte Sachverhalt des Schutzes Geistigen Eigentums anschaulich und praxisnah vermittelt werden.

Die Jury lobte auch die mittlerweile internationale Reichweite des Plagiarius, die durch konsequente Öffentlichkeitsarbeit sowie seit April 2007 durch die Dauerausstellung im Museum Plagiarius in Solingen stetig weiter wächst. Busse bestätigt enthusiastisch, dass "das Museum sowohl Besucher aus dem lokalen und dem bundesweiten Umfeld, aber auch auf internationaler Ebene anlockt". Besonders gefreut hat sich Busse über einen Besucher, der in der New York Times über das Museum gelesen und bei einem Besuch in den Niederlanden einen Abstecher nach Solingen ins Museum Plagiarius gemacht hat. Und Oberbürgermeister Haug ergänzt: "Das Plagiarius-Museum ist ein Erfolg und das erfüllt mich als Oberbürgermeister dieser Stadt mit großem Stolz."

Das Problem der Produkt- und Markenpiraterie ist global, betroffen sind mittlerweile alle Branchen – und auch die Konsumenten werden immer häufiger mit minderwertiger Produktqualität konfrontiert. Die ersten 3 Monate im Museum zeigen, dass das Interesse, aber auch der Aufklärungsbedarf auf diesem Gebiet sehr groß sind – und das über alle Altersklassen und Berufssparten hinweg.

Das Museum zieht auch viele Solinger, die teilweise seit Jahren nicht mehr am ehemaligen Bahnhofsgelände waren, in den neuen Südpark – und das Echo ist durchweg positiv. Die Solinger sind begeistert, sowohl von der Architektur im Südpark, die Altes mit Neuem kombiniert, als auch vom Konzept, die Themen Marke, Design und Innovationen stärker in den Vordergrund zu rücken. IHK-Präsident-Sträter erklärt dies so: "Der Weltruf des Namens "Solingen"‘ hat für die Stadt, die hiesige Wirtschaft und die vielen Arbeitskräfte, aber auch für die Einwohner, nach wie vor eine enorme wirtschaftliche und emotionale Bedeutung".

Aktion Plagiarius – Innovation vs. Imitation

1977, rief der Designer Prof. Rido Busse den Negativpreis "Plagiarius" ins Leben und hat damit Pionierarbeit in punkto Information, Aufklärung und Sensibilisierung zum Thema Produkt- und Markenpiraterie geleistet. Damals selbst von Plagiaten betroffen, beschloss er, die skrupellosen Machenschaften von Produktpiraten, die mangels eigener Kreativität und vor allem aus Profitgier innovative Ideen und technisches Know-how Anderer 1:1 übernehmen und als eigene Leistung ausgeben, ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Als Trophäe wählte Busse einen Gartenzwerg, den er schwarz anmalte und dem er eine goldene Nase aufsetzte - als Symbol für die immensen Gewinne, die sich die Nachahmer sprichwörtlich auf Kosten Anderer verdienen.

Ziel war und ist, in Form von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Beratung sowie weltweiten Ausstellungen und Vorträgen sowohl Hersteller und Händler, aber auch Politiker, den Gesetzgeber und die Konsumenten praxisnah über Ausmaß, Schäden und Gefahren von Plagiaten und Fälschungen aufzuklären und zum Umdenken und Handeln anzuregen. Die Sammlung zeigt, dass nicht nur Luxusartikel, sondern mittlerweile Produkte aller Branchen vom Problem der Produkt- und Markenpiraterie betroffen sind. Die Ausstellung macht aber auch deutlich, dass Südostasien (insbesondere China) zwar häufig als kostengünstige "Werkbank", d.h. zur Produktion der Nachahmungen dient, die Auftraggeber oder Importeure aber häufig in westlichen Ländern sitzen.

Museum Plagiarius in Solingen

Die weltweit einzigartige Sammlung der Aktion Plagiarius präsentiert sich seit 1. April 2007 in Solingen in einem eigenen Museum. Angesiedelt in der Südlichen Innenstadt - in unmittelbarer Nachbarschaft zum Forum Produktdesign und den Künstler-Ateliers in den ehemaligen Güterhallen – zeigt das Museum Plagiarius in Solingen mehr als 250 Originale und Plagiate aus unterschiedlichsten Branchen im direkten Vergleich.


Kontakt:

Museum Plagiarius, Bahnhofstraße 11, 42651 Solingen
Tel: +49(0)212 – 22 10 731, Fax: +49(0)212 – 22 10 732
Öffnungszeiten: Dienstags bis Sonntags von 10-17 Uhr


Impressum:

Aktion Plagiarius e.V.
Prof. Rido Busse / Christine Lacroix
Nersinger Straße 18
D-89275 Elchingen
Germany
Tel: + 49 (0)7308 – 922 422
Fax: +49 (0)7308 – 922 423
info@plagiarius.com
www.plagiarius.com


Bilddownload (300 dpi):

Foto von der Bronze-Skulptur „Die Idee“

Verwendung nur unter Angabe des Urhebers möglich:
Fotos: Frank Ossenbrink