Das Problem der Produkt- und Markenpiraterie ist
sehr komplex und hat daher viele Facetten: Es reicht
von "Fälschungen" (z.B. Rolex-Uhren,
Lacoste T-shirts etc.) und "Plagiaten"
(1:1 Nachahmungen, die unter eigener Marke verkauft
werden) über "Überproduktionen"
(Originale, die z.B. vom Lizenznehmer ohne das Wissen
des Lizenzgebers hergestellt und vertrieben werden)
bis hin zum Verkauf über "Graumärkte"
(nicht autorisierte Händler verkaufen Markenprodukte
außerhalb des offiziellen Vertriebssystems
eines Herstellers in nicht dafür vorgesehene
Zielmärkte).
Viele Unternehmen werden auf das Problem erst aufmerksam,
wenn die Umsätze zurückgehen oder wenn
sich – wie in letzter Zeit – die ungerechtfertigten
Produkthaftungsklagen mehren. Kunden wundern sich
über die schlechte Qualität oder Mängel
am Produkt und wenden sich enttäuscht an den
Originalhersteller. Mit der Marke gibt der Originalhersteller
ein Versprechen über eine bestimmte Qualität
ab. Die plötzliche Präsenz der qualitativ
minderwertigen Fälschungen und Plagiate am
Markt kann eine Marke in kürzester Zeit zerstören,
d.h. sowohl das Image als auch den Profit und den
Börsenwert deutlich schwächen.
Zwar gibt es nach wie vor primitive Nachahmungen,
die keinerlei Standards in Bezug auf Qualität,
Sicherheit, Umwelt etc. beachten, aber – leider
– dank neuester Techniken und wachsendem Know-how
seitens der Nachahmer, gibt es immer mehr erstklassige
Fälschungen, die selbst der Originalhersteller
nur schwer von seinen Originalen unterscheiden kann.
Besonders prekär sind Fälle der Produkthaftung,
bei denen es sich z.B. um medizinische, technische
oder elektronische Produkte handelt, bei denen nicht
nur das Image leidet, sondern auch Gesundheit oder
sogar Leben der Konsumenten gefährdet sind:
z.B. Medikamente, Bremsbeläge, Batterien etc.
Der Originalhersteller ist in der Beweislast. Er
muss nachweisen, dass ein Unfall, Brand oder sonstiger
Schaden nicht durch sein Originalprodukt, sondern
durch eine Fälschung entstanden ist. Durch
den Einsatz von Sicherheitstechniken, wie z.B. Hologrammen,
Barcodes, Transpondern, Gencodes, Holospots etc.
können Originale eindeutig identifiziert werden.
Aber auch der Verkauf von Überproduktionen
oder gefälschten Waren über Graumärkte
kann mit Hilfe der Sicherheitstechniken aufgedeckt
werden.
Bei der Ausarbeitung einer geeigneten Sicherheits-Strategie
für Unternehmen / Produkte sollten verschiedene
Aspekte berücksichtigt werden:
-
Bei welchen Produkten macht
der Einsatz von Sicherheitstechniken Sinn
(Kosten-Nutzen-Verhältnis) und welche
Sicherheitstechnik passt am besten zu diesen
Produkten?
-
Wo kann die Technik am Produkt
angebracht werden (Platz) und werden evtl.
Produktionsprozesse (weitere Maschinen, Arbeitsgänge)
beeinträchtigt?
-
Macht es Sinn, nicht nur das
Produkt selbst, sondern ggfs. auch die Einzelverpackungen
sowie die Versandkartons und Paletten zu kennzeichnen?
-
Welche Abteilungen sollten
in den Entscheidungsprozess eingebunden werden
(Geschäftsführung, Recht, Produktschutz,
Logistik, Verpackungstechnik, Marketing…)?
-
Einsatz von sichtbaren und
/ oder versteckten Sicherheitsmerkmalen –
welche Zielgruppe soll angesprochen werden
und wie viel soll zu diesem Thema offenbart
werden?
-
Die Überprüfung
der Sicherheitstechnik sollte einfach und
schnell möglich sein
Es gilt zu beachten, dass Sicherheitstechniken
nur einen Baustein in der Anti-Counterfighting-Strategie
darstellen – es ist wichtig ein Gesamtkonzept
zum Schutz Geistigen Eigentums zu entwickeln (Eintragung
von Schutzrechten, Marktbeobachtung, Öffentlichkeitsarbeit…).
Nachfolgend geben wir – in alphabetischer
Reihenfolge und wertungsfrei – einen Überblick
über Anbieter von Sicherheitstechniken. Welcher
Anbieter und welche Lösung am besten zum
Unternehmen und den Produkten passt, kann nur
in Einzelgesprächen mit den Anbietern geklärt
werden.
Tessy
Security Systems GmbH
COPACO Gesellschaft für Verpackungen mbH
& Co. KG
Produkt- und Markenschutz mit Packaging - Sicherheitstechnologien
und Identifikation für Verpackungen - Risikoanalyse,
Lösungsberatung, Konzeption und Umsetzung
Rola
Business Solutions GmbH, Berlin
Beratungs- und Softwareunternehmen für die
Bereiche Supply Chain Integration und Security
r.o.l.a. ist seit über 20 Jahren auf das
Security-Consulting spezialisiert und ist heute
Marktführer in der Entwicklung von Sicherheitssoftware.
Polizei und Sicherheitsbehörden sowie große
Unternehmen setzen auf flexible r.o.l.a. Systeme,
die optimal vernetzte Ermittlungsarbeit und schnelleren
Informationsaustausch gewährleisten. Ziel
ist die Absicherung der gesamten Wertschöpfungskette
und eine professionelle Ausstattung der Konzernsicherheiten.
3
Jahre EU-weiter Geschmacksmusterschutz nur
durch Offenbarung Ihrer neuen Gestaltung.
Über Designpublisher erreichen Sie eine
globale Offenbarung mit exaktem und fälschungssicherem
Nachweis.
Aktion
Plagiarius unterstützt die Kampagne „Messe
Frankfurt against Copying“.
"Special
China"
"Special
Sicherheitstechniken"
VeRI
– das Verifizierte Rechte Inhaber Programm
– zum Schutz von immateriellen Rechtsgütern.
Über VeRI können Sie rechtsverletzende
Angebote auf eBay melden