Ein Plagiat
ist die Nachahmung eines Produkts zum Zwecke der
wirtschaftlichen Ausbeutung. Es wird entweder sklavisch
exakt oder mit kleineren Änderungen ausgeführt.
Besonders perfide sind größere Änderungen, die jedoch
so geschickt gemacht sind, daß für den flüchtigen
Betrachter das Ganze sich visuell zum Aussehen des
Originalprodukts wieder zusammenfügt.
Eine Fälschung ist
kein Plagiat, sondern eine eindeutige Steigerung.
Bei einer Fälschung ist die Täuschung über die Herkunft
perfekt ausgeführt. Der Käufer ist der festen Überzeugung,
daß er das Produkt einer renommierten Firma erwirbt.
Der Tatbestand der Fälschung ist ein kriminelles
Delikt und wird auch entsprechend geahndet (z.B.
Ersatzteile, Medikamente, Tonträger, Geldscheine
und Münzen, Software usw.).
Raubdesigner sind Unternehmen,
die das Plagiat zum Marketingkonzept erheben, nicht
selbst produzieren, sondern produzieren lassen und
dank ihres Vertriebssystems in kurzer Zeit große
Mengen dieses Plagiats absetzen können.
Markenpiraterie: Es
gibt Länder, in denen es möglich ist, ein im Urheberland
registriertes Markenzeichen völlig legal durch Dritte
anzumelden mit dem Ergebnis, daß der eigentliche
Eigentümer unter seinem Markenzeichen in diesem
Land nichts verkaufen darf. Will der Inhaber des
Originals nicht "draußen vor der Tür" bleiben, muß
er sich mit dem Markenpiraten in irgend einer Form
einigen, was meistens sehr teuer ist (z.B. Puma
in Spanien, Mercedes E-Type in Frankreich).
Eine Replik im ursprünglichen
Sinne war die Wiederholung des Werkes durch den
Meister (zweite, dritte Fassung). Heute versteht
man darunter die Neuauflage eines alten Produktentwurfs
durch den Inhaber des Urheberrechts oder dessen
Rechtsnachfolger. Eine Replik muß als solche kenntlich
gemacht sein.
Die Kopie wird als
Begriff im Zusammenhang mit Plagiaten nicht mehr
verwendet, da dieses Wort durch Foto- und Telekopie
eine andere Bedeutung bekommen hat.